ETF-Kostenrechner: Was bleibt nach Gebühren?

Vergleiche die Kosten von ETF, Fonds und Beratung. Sieh, was bei gleichen Einzahlungen nach 10, 20 oder 30 Jahren übrig bleibt.

Mein Plan

TrustyFinance · ETF-Kostenrechner: Was bleibt nach Gebühren?
Modell 2.0.0 · Deutschland · Stand 2026-09-13

Vergleich von zwei bis drei Angeboten mit gleichem Haushaltsbudget. Alle Ergebnisse vor Steuern; eine Nettorechnung wird hier nicht angeboten.

Ergebnisse

Eingaben und Annahmen

Anlagebetrag (€)

Monatliche Einzahlung (€)

Anlagedauer (Jahre)

Rendite vor modellierten Kosten (% p. a.)

Deine Angebote – Beispiel A und B: Eingaben unvollständig.

Monatliche Einzahlung

undefined

Renditebasis

undefined

Inflation pro Jahr (%)

Steueransicht anfragen (noch nicht freigegeben)

Nein

Hinweise

Modellrechnung vor Steuern; keine persönliche Anbieterwertung. Renditen, Inflation und Gebühren sind Eingaben, keine Prognose oder bestätigten Marktpreise.

Quellen

EStG §20 – Anschaffungskosten und Werbungskosten: https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__20.html

VVG-InfoV §2 – Effektivkosten: https://www.gesetze-im-internet.de/vvg-infov/__2.html

1. Deine Geldanlage

Gleiche Renditeannahme für beide Angebote, vor Kosten.

2. Deine Angebote

Trage die laufenden Fondskosten ein. Ergänze nur Gebühren, die in deinem Angebot tatsächlich anfallen.

Rechenannahmen ändern
Bei bereits enthaltenen Fondskosten müssen TER und Effektivkosten null sein. Service- und direkte Gebühren können weiter modelliert werden.
Kaufkraftmodell; 2 % sind eine frei veränderbare Annahme.

Vergleich wird berechnet …

Dein Angebotsvergleich wird vorbereitet …

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Varianten nebeneinander

Merke bis zu drei Varianten und ändere anschließend einzelne Annahmen. Vergleiche Beträge nur bei gleichem Zeitraum und gleicher Kaufkraftbasis.

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Was kostet ein ETF wirklich?

Die laufenden Fondskosten fallen oft kaum auf: Du erhältst dafür normalerweise keine monatliche Rechnung. Sie werden dem Fondsvermögen entnommen und sind damit bereits im Anteilspreis berücksichtigt. Über viele Jahre können auch kleine Unterschiede einen spürbaren Teil des Vermögens ausmachen.

Die bekannte Kennzahl dafür ist die TER, kurz für Total Expense Ratio. Sie umfasst laufende Kosten des Fonds, etwa für Verwaltung und Management. Sie ist aber nicht automatisch der Gesamtpreis deiner Geldanlage. Dein Depot, die Ausführung eines Sparplans oder eine separate Beratung können zusätzlich Geld kosten.

Diese Gebühren solltest du auseinanderhalten

  • Laufende Fondskosten: Ein Prozentsatz des Fondsvermögens pro Jahr. Diese Angabe findest du in den Fondsunterlagen. Im einfachen Vergleich trägst du sie direkt bei Angebot A und B ein.
  • Kaufkosten: Manche Anbieter verlangen je Order einen festen Betrag oder einen Ausgabeaufschlag. Bei einem Sparplan fallen Kaufkosten gegebenenfalls mit jeder Rate an.
  • Depot und Service: Eine feste jährliche Depotgebühr oder laufende Betreuungskosten kommen hinzu, wenn sie dein Vertrag vorsieht.
  • Einmalige Honorare: Eine Beratung oder ein Vertragsabschluss kann zu Beginn bezahlt werden. Entscheidend ist, ob das Honorar aus dem Anlagebetrag abgeht oder zusätzlich bezahlt wird.

Ein Spread, also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs, ist keine feste Jahresgebühr. Auch interne Transaktionskosten des Fonds und eine mögliche Abweichung zum Index sind nicht einfach mit der TER gleichzusetzen. Dieser Rechner simuliert die von dir eingetragenen Kosten; nicht eingetragene oder nicht unterstützte Kosten sind im Ergebnis nicht enthalten.

Warum kleine Gebühren langfristig viel ausmachen

Stell dir zwei Angebote mit derselben Wertentwicklung vor. Du startest mit 10.000 Euro, zahlst 20 Jahre lang jeweils am Monatsende 200 Euro ein und unterstellst jährlich 5 Prozent Rendite vor Kosten. Angebot A kostet im Modell 0,2 Prozent pro Jahr, Angebot B 1,5 Prozent. Weitere Gebühren und Steuern bleiben in diesem Beispiel außen vor.

Fiktives Beispiel · 20 Jahre

Angebot A · 0,2 % Kosten104.800,89 €

Angebot B · 1,5 % Kosten88.012,91 €

16.787,98 Euro Unterschied bei denselben Einzahlungen von insgesamt 58.000 Euro.

Der Unterschied entsteht aus zwei Teilen: den Gebühren selbst und der verpassten Wertentwicklung auf das Geld, das für Gebühren verbraucht wurde. Das Diagramm zeigt beides zusammen in der Ansicht „Kostenwirkung“. Dieser Betrag ist keine zusätzliche Rechnung am Ende der Laufzeit.

Das Beispiel setzt eine gleichmäßige Rendite voraus. Tatsächliche Kurse schwanken; beide Angebote können auch unterschiedlich abschneiden. Der Vergleich isoliert die Kosten, damit du ihren Einfluss besser beurteilen kannst. Er sagt nicht voraus, welches Produkt künftig die höhere Rendite erzielt.

So vergleichst du zwei konkrete Angebote

  1. Lege dieselbe Ausgangslage fest. Wähle Startbetrag und Laufzeit. Wenn du regelmäßig einzahlst, ergänze einen monatlichen Sparplan. Die Renditeannahme gilt für alle Angebote. So verwechselst du einen Gebührenunterschied nicht mit einer anderen Renditeannahme.
  2. Nimm die Unterlagen zur Hand. Du brauchst die Fondsunterlagen, das Preisverzeichnis des Depots und gegebenenfalls das Beratungsangebot. Prüfe jeweils: einmalig, je Kauf oder jährlich?
  3. Trage die laufenden Kosten ein. Benenne A und B nach deinen Angeboten. Über „Kostenart ergänzen“ wählst du nur die Gebühren aus, die tatsächlich anfallen. Ein drittes Angebot lässt sich ergänzen.
  4. Berechne und prüfe die Wirkung. Klicke auf „Kosten vergleichen“. Oben stehen die Endvermögen; im Diagramm siehst du, wann sich der Abstand vergrößert. Die Kostenaufteilung steht direkt unter dem Diagramm. Den Verlauf pro Jahr findest du unter „Jahreswerte und Rechendetails“.

Wenn du anschließend einen Wert änderst, bleibt das bisherige Ergebnis zunächst stehen. Erst mit dem nächsten Klick wird neu gerechnet. Für einen späteren Vergleich kannst du deine Angaben lokal speichern oder als Datei herunterladen.

TER oder Effektivkosten: nicht doppelt rechnen

In einer Kosteninformation können die Gebühren einzeln aufgeschlüsselt sein. Manche Angebote nennen stattdessen Effektivkosten: Sie beschreiben, um wie viele Prozentpunkte Kosten die angenommene jährliche Rendite mindern. Bei 5 Prozent Bruttorendite und 1 Prozentpunkt Effektivkosten ergibt sich in diesem Modus eine Modellrendite von 4 Prozent.

Das ist etwas anderes als ein jährlicher proportionaler Abzug von 1 Prozent des Vermögens. Deshalb bietet der Rechner zwei getrennte Kostenmodi. Effektivkosten ersetzen hier alle Einzelposten. Beim Wechsel in diesen Modus werden die eingegebenen Einzelgebühren ausdrücklich zurückgesetzt; sie zusätzlich anzurechnen würde Kosten doppelt zählen.

Auch bei der Renditebasis lohnt sich ein Blick in die Unterlagen: Eine veröffentlichte Fondsrendite enthält üblicherweise bereits die laufenden Fondskosten. Ziehe dieselbe TER nicht noch einmal ab. Unter „Rechenannahmen ändern“ kannst du angeben, dass Fondskosten bereits in der Rendite enthalten sind; dann dürfen sie nicht zusätzlich als Fondskosten eingetragen werden.

Was passiert mit einem Beratungshonorar?

Ein einfaches Beispiel: Von 10.000 Euro gehen zu Beginn 100 Euro Honorar ab. Es werden 9.900 Euro angelegt. Bei null Prozent Rendite und einem anschließenden Kostenabzug von 1 Prozent bleiben nach einem Jahr 9.801 Euro. Die direkten Kosten betragen hier insgesamt 199 Euro.

Zahlst du das Honorar zusätzlich aus deinem Girokonto, stellst du insgesamt mehr Geld bereit. Damit die Angebote vergleichbar bleiben, gleicht unser Modell die extern gezahlten Honorare und jährlichen Depotpreise auf dasselbe Haushaltsbudget an. Beim anderen Angebot wird das nicht für Gebühren benötigte Zusatzgeld zum gleichen Zeitpunkt investiert.

Der günstigere Kostenverlauf sagt dir noch nicht, ob du eine Beratung brauchst oder ob ihre Leistungen den Preis für dich wert sind. Vergleiche deshalb auch Betreuung, Leistungsumfang und vertragliche Bindungen.

Was das Ergebnis zeigt – und was nicht

Alle Ergebnisse dieses Rechners sind vor Steuern. Eine persönliche Nettorechnung würde unter anderem Anschaffungsdaten, Verkäufe, Teilfreistellungen, Freibeträge und bereits angesetzte Vorabpauschalen benötigen. Ein pauschaler Steuerabzug auf die Vermögensdifferenz würde diese Unterschiede nicht verlässlich abbilden.

Die Ansicht „heutige Kaufkraft“ rechnet das Endvermögen mit deiner Inflationsannahme zurück. Sie beschreibt, was der spätere Betrag nach dieser Annahme heute wert wäre. Sie ist weder ein weiterer Kostenabzug noch ein Nettobetrag nach Steuern.

So wird gerechnet

Das Modell rechnet monatlich. Der Startbetrag wird sofort angelegt. Monatliche Raten fließen wahlweise am Monatsanfang oder Monatsende zu; eine Rate am Monatsende erhält erst im Folgemonat Rendite. Jahresrenditen werden in entsprechende monatliche Wachstumsfaktoren umgerechnet.

Kaufgebühren und Ausgabeaufschläge verringern den investierten Betrag. Laufende proportionale Kosten werden monatlich nach der Wertentwicklung angesetzt; feste Depotgebühren am Jahresende. Eine Mindestkaufgebühr ist die Untergrenze der festen Kaufgebühr. Aufschläge beziehen sich auf die ausgewählte Bezugsgröße.

Die Berechnung erfolgt mit ungerundeten Werten; Geldbeträge werden für die Anzeige gerundet. Monatliche Buchungen einer konkreten Bank können davon abweichen. Zukünftige Renditen und Preisänderungen sind Annahmen. Nicht abgebildet werden unter anderem eine genaue Handelsausführung mit wechselnden Spreads, Verkaufsgebühren und individuelle Steuern.

Häufige Fragen zum ETF-Kostenrechner

Sind TER und Gesamtkosten dasselbe?

Nein. Die TER beschreibt laufende Fondskosten. Depotgebühren, Beratung und bestimmte Handelskosten können hinzukommen. Entscheidend ist, welche Posten deine Unterlagen bereits enthalten.

Kann ich eine Honorarberatung vergleichen?

Ja. Trage ein einmaliges Honorar zu Beginn der Anlage ein. Wenn du es zusätzlich zum Anlagebetrag zahlst, erhält auch die Vergleichsanlage dieses zusätzliche Budget. Laufende Betreuungskosten kannst du separat erfassen.

Welches Angebot ist das beste?

Der Rechner vergleicht die finanziellen Folgen deiner Eingaben. Ob die Beratung, das Risiko und die Leistungen zu dir passen, lässt sich daraus allein nicht ableiten.

Woher bekomme ich die Gebühren?

Aus Preisverzeichnis, Fondsunterlagen und der Kosteninformation deiner Bank oder Beratung. Verwende für alle Angebote denselben Zeitraum und prüfe, ob Beträge einmalig oder jährlich anfallen.

Ist ein ETF mit niedrigerer TER immer besser?

Nein. Neben den Kosten zählen etwa die Anlagestrategie, Risikoverteilung und Abbildung des Index. Vergleiche möglichst ähnliche Anlagen. Eine niedrige TER allein ist keine persönliche Kaufempfehlung.

Kann ich auch ohne monatlichen Sparplan rechnen?

Ja. Die Einmalanlage ist der Ausgangspunkt. Wenn du regelmäßig investieren möchtest, wähle „Monatlichen Sparplan ergänzen“. Du kannst den Sparplan später wieder entfernen.

Warum sehe ich trotz einer Änderung noch das alte Ergebnis?

Der Rechner übernimmt Änderungen erst, wenn du „Kosten vergleichen“ auswählst. So kannst du mehrere Angaben in Ruhe anpassen. Ein Hinweis am Button zeigt dir, dass dein Ergebnis noch aktualisiert werden muss.

Quellen und Stand

Aktualisiert am 13. September 2026. Der Vergleich verwendet deine Angaben; es werden keine aktuellen Anbieterpreise geladen.

Für steuerliche Einzelzuflüsse findest du einen eigenen Kapitalertragsteuer-Rechner. Seine Ergebnisse lassen sich nicht pauschal vom Kostenvergleich abziehen.