Die Rentenlücke beginnt bei deinen Ausgaben
Dein heutiges Gehalt ist nur ein grober Ausgangspunkt. Im Ruhestand fallen manche Ausgaben weg, andere bleiben oder kommen hinzu. Rechne deshalb zuerst mit Wohnen, Lebensmitteln, Mobilität, Versicherungen und deinem gewünschten Freizeitbudget. Für einen gemeinsamen Haushalt zählen gemeinsame Kosten nur einmal.
Stelle diesen Ausgaben die tatsächlich verfügbare Rente gegenüber. Eine Bruttorente aus der Renteninformation ist noch kein frei verfügbares Einkommen: Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge können den Betrag verringern. Der Rechner ersetzt diese individuelle Nettoermittlung nicht. Wenn du nur die Bruttorente kennst, kläre zunächst den verfügbaren Betrag.
Die monatliche Lücke und der Kapitalbedarf beantworten verschiedene Fragen. Die Lücke beschreibt fehlendes Einkommen; der Kapitalbedarf die Rücklage, aus der du diese Lücke über deinen Planungszeitraum decken würdest. Heutige Kaufkraft und künftige Eurobeträge dürfen dabei nicht vermischt werden.
So gehst du mit dem Rechner vor
- Starte mit deinem gewünschten Monatsbudget und deiner verfügbaren Rente in heutigen Euro. So siehst du zuerst nur die monatliche Lücke.
- Wenn du weiterplanen möchtest, wähle „Wie kann ich die Lücke schließen?“. Prüfe Rentenbeginn, Enddatum, vorhandenes Vorsorgekapital und Renditeannahmen.
- Ergänze bei Bedarf weitere Einnahmen oder Lebensphasen. Die ausführliche Planung zeigt Kapitalbedarf und Sparrate unter diesen Annahmen.
Ändere die Angaben in Ruhe und wähle anschließend „Berechnen“. Bis dahin bleibt das bisherige Ergebnis stehen. Über „Speichern & Teilen“ kannst du einen Plan auf deinem Gerät sichern, eine Datei herunterladen oder einen Link mit deinen Eingaben erstellen.
Was du aus dem Ergebnis ableiten kannst
Eine kleine Lücke über viele Jahre kann einen großen Kapitalbedarf auslösen. Prüfe daher sowohl deinen monatlichen Bedarf als auch die Planungsdauer. Eine angenommene Rendite macht die Versorgung nicht sicher.
Die Renteninformation ist dein Ausgangspunkt
Suche die voraussichtliche Rente in deiner aktuellen Renteninformation. Achte darauf, ob eine Hochrechnung bereits künftige Rentenanpassungen enthält. Für den Vergleich brauchst du den Betrag nach Kranken- und Pflegeversicherung sowie nach der persönlichen Einkommensteuer. Die Überweisung der Rentenversicherung kann die Einkommensteuer noch nicht berücksichtigen.
Rechne mit Ausgaben statt mit einer festen Gehaltsquote
Miete, Lebensmittel, Mobilität und Versicherungen bleiben auch im Ruhestand. Andere Posten ändern sich: Ein Kredit kann auslaufen, Fahrtkosten fallen weg oder Reisen werden wichtiger. Trage diese Änderungen mit ihrem Beginn ein, statt für alle Jahre denselben Bedarf anzunehmen.
Heute 1.000 Euro, später ein anderer Betrag
Bei 2.500 Euro monatlichen Ausgaben und 1.500 Euro Nettorente fehlen 1.000 Euro. Steigen die Preise zwanzig Jahre lang um zwei Prozent jährlich, entsprechen 1.000 Euro heutiger Kaufkraft dann rund 1.486 Euro. Vergleiche deshalb nur Beträge mit derselben Kaufkraftbasis.
Prüfe den Plan einmal im Jahr
Eine neue Renteninformation, ein Umzug oder ein früherer Rentenstart verändern die Rechnung. Speichere den Stand mit Datum. Beim nächsten Besuch siehst du, welche Eingabe die Lücke vergrößert oder verkleinert hat.
Ein Beispiel zum Nachrechnen
Die voreingestellten Zahlen sind fiktiv. Du kannst sie im Rechner über „Beispielwerte laden“ wiederherstellen. Sie sind weder aktuelle Angebote noch eine Empfehlung.
- Monatliche Rentenlücke – heutige Kaufkraft
- 1.000,00 €
Gewünschtes Monatsbudget (€): 2.500,00 € · Verfügbare Rente pro Monat (€): 1.500,00 €
Die vollständigen Beispielpositionen stehen im Formular. Erforderliche Daten- oder Vertragsbestätigungen werden nur für dieses Rechenbeispiel vorausgesetzt. Bestätige deine eigenen Angaben erst nach Prüfung.
Rechenmodell und Grenzen
Monatliche Haushaltslücke mit manuell bekannten verfügbaren Einnahmen und realer Sparrate. Keine automatische Brutto-Netto-Rente.
Manuelle Netto-Haushaltsplanung. Keine automatische Steuer-, KV/PV- oder Rentenanspruchsberechnung. Ein gewähltes Enddatum begrenzt die Simulation, nicht deine mögliche Lebensdauer.
Der Rechner rundet angezeigte Geldbeträge auf Cent. Interne Werte können genauer sein. Zukünftige Renditen, Zinsen und Inflation sind Annahmen; Abrechnungen deiner Bank oder deines Versicherers können aufgrund abweichender Vertragsdaten anders ausfallen. Hinweise zu fehlenden Angaben und nicht unterstützten Fällen stehen direkt beim Ergebnis.
Häufige Fragen
Ist die Zahl in meiner Renteninformation netto?
In der Regel ist sie eine Bruttoangabe. Für die verfügbaren Einnahmen müssen gegebenenfalls Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge berücksichtigt werden.
Können wir als Paar rechnen?
Ja. Erfasse die Einnahmen je Person und gemeinsame Ausgaben nur einmal. Verschiedene Rentenstarts werden als eigene Phasen gezeigt.
Wie lange muss mein Kapital reichen?
Wähle einen Planungshorizont und prüfe zusätzlich eine längere Variante. Ein festes Endalter bildet dein persönliches Langlebigkeitsrisiko nicht vollständig ab.
Ist die Sparrate eine Empfehlung?
Sie ist das Rechenergebnis für deine Annahmen. Schon eine andere Rendite oder ein späterer Rentenbeginn verändert sie; eine passende Geldanlage ist damit noch nicht ausgewählt.
Quellen und Stand
Aktualisiert am 13.09.2026. Rechtsstand und Modellumfang beziehen sich auf Deutschland. Die Rechnung verwendet deine Angaben; sie lädt keine aktuellen Produktkonditionen.