Wie lange trägt dein Depot die Auszahlungen?
Beim Entnehmen kehrt sich die Frage des Sparens um: Dein Vermögen soll laufende Ausgaben finanzieren, während der verbleibende Teil angelegt bleibt. Entscheidend sind nicht nur die mittlere Rendite und die Höhe der Entnahme. Auch der Zeitpunkt von Verlusten wirkt sich aus.
Sinken Kurse früh in der Entnahmephase, müssen für denselben Eurobetrag mehr Anteile verkauft werden. Diese Anteile fehlen bei einer späteren Erholung. Ein gleichmäßiger Modellverlauf kann dieses Reihenfolgerisiko nicht vollständig zeigen. Unter den Annahmen kannst du abweichende Jahresrenditen und weitere Einnahmen erfassen.
Der verfügbare Monatsbetrag ist nicht automatisch identisch mit dem Bruttoverkauf. Kosten und Steuern können zusätzliche Verkäufe erforderlich machen. Die einfache Steuerrechnung schätzt den Gewinnanteil anhand deiner bisherigen Anschaffungskosten. Wenn du mit einzelnen Käufen rechnen möchtest, brauchst du vollständige Kauf- und Steuerdaten.
So gehst du mit dem Rechner vor
- Wähle, ob du eine Auszahlung prüfen oder einen passenden Monatsbetrag berechnen möchtest. Trage dein Vermögen und deinen Zeitraum ein.
- Plane mit Entnahmebeginn und Zielalter oder mit einer Dauer in Jahren. Prüfe Rendite und bisherigen Depotgewinn; Kosten und Inflation findest du unter den Annahmen.
- Lies zuerst, ob dein Geld für alle gewünschten Auszahlungen reicht. Teste danach ein schwaches erstes Börsenjahr und einen längeren Zeitraum.
Ändere die Angaben in Ruhe und wähle anschließend „Berechnen“. Bis dahin bleibt das bisherige Ergebnis stehen. Über „Speichern & Teilen“ kannst du einen Plan auf deinem Gerät sichern, eine Datei herunterladen oder einen Link mit deinen Eingaben erstellen.
Was du aus dem Ergebnis ableiten kannst
Ein positives Restvermögen allein ist kein Sicherheitsversprechen. Wenn der Rechner einen Fehlbetrag ausweist, wurden gewünschte Auszahlungen im gewählten Verlauf nicht vollständig gedeckt. Senke den Bedarf oder ändere die Finanzierung und rechne erneut.
Bestimme zuerst, was auf deinem Konto ankommen soll
Wenn du monatlich 1.000 Euro zum Leben brauchst, ist das deine Nettoentnahme. Je nach enthaltenem Gewinn und Steuerfreibetrag muss dafür mehr aus dem Depot verkauft werden. Der Rechner zeigt Verkauf, Steuer und Auszahlung getrennt.
Schlechte Jahre am Anfang wiegen schwer
Nach einem Kursverlust musst du für denselben Eurobetrag mehr Anteile verkaufen. Diese Anteile fehlen bei einer späteren Erholung. Deshalb können zwei Verläufe mit denselben Jahresrenditen ein anderes Restvermögen ergeben, wenn die Reihenfolge wechselt.
120.000 Euro ohne Rendite
Ohne Rendite, Steuern und Inflation reichen 120.000 Euro für 120 Monatszahlungen von 1.000 Euro. Steigen die Auszahlungen mit den Preisen, verkürzt sich diese Dauer. Positive Renditen können helfen, sind aber nicht sicher.
Lege Regeln fest, bevor die Kurse fallen
Du kannst eine feste Auszahlung planen oder Grenzen definieren, bei denen du sie anpasst. Eine solche Regel macht den nächsten Schritt nachvollziehbar. Prüfe trotzdem, ob eine Kürzung zu deinen unvermeidbaren Ausgaben passt.
Ein Beispiel zum Nachrechnen
Die voreingestellten Zahlen sind fiktiv. Du kannst sie im Rechner über „Beispielwerte laden“ wiederherstellen. Sie sind weder aktuelle Angebote noch eine Empfehlung.
- Restvermögen am Planende
- 0,00 €
- Summe der tatsächlichen Auszahlungen
- 392.685,90 €
- Summe nicht finanzierter Auszahlungen
- 94.131,05 €
Zeitraum angeben als: Alter · Depotvermögen bei Entnahmebeginn (€): 300.000,00 € · Monatliche Auszahlung (€): 1.000,00 € · Entnahmedauer (Jahre): 30 · Was möchtest du wissen?: Reicht mein Geld dafür? · Gewünschtes Restvermögen (€): 0,00 € · Erwartete Rendite pro Jahr (%): 3 % · Steuerberechnung: Steuern aus bisherigem Gewinn schätzen · Anschaffungskosten des Depots (€): 200.000,00 €
Die vollständigen Beispielpositionen stehen im Formular. Erforderliche Daten- oder Vertragsbestätigungen werden nur für dieses Rechenbeispiel vorausgesetzt. Bestätige deine eigenen Angaben erst nach Prüfung.
Rechenmodell und Grenzen
Monatliche Entnahmen, FIFO für ein Fondsinstrument, Verlust-/Freibetragsledger und Vorabpauschalen. Aggregierte Alternative ausdrücklich geschätzt.
Deterministische Szenarien, keine sichere Entnahmerate. Nettoansicht als analytische Schätzung für den angegebenen Standardfall; Steuermodell und Rundung benötigen vor Veröffentlichung eine fachliche Freigabe.
Der Rechner rundet angezeigte Geldbeträge auf Cent. Interne Werte können genauer sein. Zukünftige Renditen, Zinsen und Inflation sind Annahmen; Abrechnungen deiner Bank oder deines Versicherers können aufgrund abweichender Vertragsdaten anders ausfallen. Hinweise zu fehlenden Angaben und nicht unterstützten Fällen stehen direkt beim Ergebnis.
Häufige Fragen
Wie zählt der Rechner Entnahmebeginn und Zielalter?
Du planst bis zum Erreichen deines Zielalters. Von 65 bis 95 sind es 30 Jahre mit 360 Monatszahlungen. Der Rechner hängt kein zusätzliches Jahr an. Wenn du kein Alter verwenden möchtest, kannst du direkt die Dauer in Jahren eingeben. Das Datum der ersten Auszahlung legst du unter den Annahmen fest.
Was trage ich beim bisherigen Depotgewinn ein?
Ziehe deine Anschaffungskosten vom Depotwert ab. Bei 300.000 Euro Depotwert und 200.000 Euro Anschaffungskosten sind das 100.000 Euro Gewinn. Bei Verlust ist der Betrag negativ. Die einfache Steuerschätzung ersetzt keine vollständige Rechnung mit tatsächlichen Käufen und früheren Vorabpauschalen.
Reicht mein Geld damit sicher bis zum Lebensende?
Das lässt sich aus einer Modellrechnung nicht zusagen. Lebensdauer, Kurse, Preise und Ausgaben können anders ausfallen. Prüfe mehrere Verläufe und einen längeren Zeitraum.
Warum verkauft der Rechner mehr als meine Monatsrate?
Ein Teil des Verkaufserlöses kann für Steuern benötigt werden. Besteuert wird dabei nicht die gesamte Auszahlung, sondern der nach den geltenden Regeln steuerpflichtige Ertrag.
Kann ich meine gesetzliche Rente ergänzen?
Ja. Erfasse den Nettobetrag und den Beginn. Der verbleibende Bedarf wird dann aus dem Depot gedeckt.
Wie oft sollte ich den Plan anpassen?
Ein jährlicher Check ist ein praktikabler Ausgangspunkt. Ergänze außerdem größere Änderungen bei Ausgaben oder Einnahmen und halte deine tatsächlichen Entnahmen fest.
Quellen und Stand
Aktualisiert am 13.09.2026. Rechtsstand und Modellumfang beziehen sich auf Deutschland. Die Rechnung verwendet deine Angaben; sie lädt keine aktuellen Produktkonditionen.